Nach fast zwei Monaten Funkstille
nun doch mal wieder ein Eintrag.
Ich sitze gerade über ein par Belegen und höre kanadische Musik
und da erinnere ich mich doch daran, dass ich schon lange mal noch einen Text zu unseren letzten Wochen in Kanada verfassen wollte.
Ich fange einfach mal bei den Wetterbedingungen der letzten Wochen in Kanada an.... Anfang Februar schien der Winter wirklich vorbei zu sein und an Eislaufen auf dem Kanal war auch nicht zu denken.
Das Winterfestival Winterlude lud vom 4.Februar bis 19.Februar zu so einigen Aktionen ein. So machten wir uns am ersten Februarwochenende zu den nicht gestrichenen Veranstaltungen auf. In einem kleinen Park hatten wir die Möglichkeit den kreativen Händen einiger Künstler, denen die sich bei dem warmen Wetter trauten, beim Entwerfen von Eisskulpturen zu zusehen. Es ist wirklich toll was die so fabrizieren, nur schade das die beim schleifen und schneiden gar nicht so schnell hinterher kamen wie das Eis geschmolzen ist.
Das viele Wasser verwandelte den Park in eine große Seenlandschaft durch die man am besten mit Gummistiefeln gegangen wäre, es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht.
Ein Besuch in Museum of Civilisation rundete das Wochenende dann noch ab. In einem so tollen Museum bin ich noch nicht gewesen. Der Nachbau der vereinzelten Gebäude ermöglichte eine kleine Zeitreise in Kanadas Vergangenheit.
Unser letztes Wochenende in Kanada gestaltete sich dann wettermäßig umso besser. Bei ungefähr minus 10 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein
ließen wir es uns nicht nehmen noch einmal das Eis auf dem Rideau Canal zu testen. Viele Menschen hatten die gleiche Idee wie wir aber auf den 7,3 km tritt sich keine auf die Füße. Da die Qualität des Eises so toll war und es genug auf den Eisflächen zu sehen gab, haben wir es doch glatt drei Stunden auf den Schlittschuhen ausgehalten und ich hatte nicht mal irgendwelche Schmerzen, die bei mir sonst nach einer Stunde zur Erscheinung kamen
. Neben Pferdekutschen, kleinen Zügen und einem Polizeiauto auf dem Eis gab es sogar eine Galerie von gemalten Kunstwerken auf dem Eis. Das ganze Leben der Stadt schien sich an diesem Wochenende von Downtown auf den Kanal verlagert zu haben.
Am Abend hatte uns dann Les noch in ein Steakhaus eingeladen. Mit mexikanischem Bier
und Tachos gab es schon mal eine sehr leckere Vorlage und das Hauptgericht hat dann alles übertroffen. Ein super leckeres Steak und als Dessert noch ein Eis – ich war fast vorm Platzen- und die Atmosphäre im Lonely Star hat den Abend noch ein i-Tüpfelchen aufgedrückt.
Die letzten Tage im CCRS verbrachten wir mit der Korrektur unserer Präsentation und Aufräumen. Am letzten Tag vor dem Abflug hieß es dann Abschied nehmen von Ottawa und die letzten Souvenirs einzukaufen, ach genau wir haben dann auch noch einige schon angeschmolzene Schneeskulpturen und ein Schneelabyrinth besucht.
Am Abend versucht ich dann all mein Gerümpel von Hosen über Pullover bis Dekoration wieder in meine Taschen zu quetschen, was dann nach dem zweiten Versuch auch mit Erfolg gelang.
Mein Zimmer war nun wieder kahl und mir wurde immer deutlicher das die Zeit in schönen Kanada nun ganz schön dem Ende entgegen ging. Am nächsten Morgen stellte ich dann mit erschrecken fest das es ganz schön viel Schnee über Nacht gegeben hatte und es sah auch nicht so aus, als würden die Wolken sofort verschwinden, meine erster Gedanke war,
da verabschiedet sich Kanada ja von der besten Seite. Ich musste natürlich noch eine Busfahrt durch die verschneiten Straßen machen und da ist es nicht anders als in Deutschland oder Europa , wenn die Straßen dicht sind, geht es nur halb so schnell und Geduld war gefordert, die sollte ich dann noch des Öfteren an diesem Tag brauchen. Aber um zwei war ich wieder da und dann ging es mit all den Taschen zum Busterminal und dann Richtung Montreal. Der Greyhound Bus ist nicht gerade den Witterungsbedingungen entsprechend gefahren und ich sah mich schon im Graben liegen,
aber es ist ja zum Glück alles gut gegangen. Der Bus reihte sich dann in irgendeine Parklücke ein und lud all die Flugbegeisterten aus. Wenn ich jetzt noch einmal darüber nachdenke sind mir da dann die letzten kanadischen Schneeflocken auf `s Gesicht gefallen *Schluchz*.
Am Check-inn Schalter erfuhren wir erstmal das wir viel zu viel Handgepäck hatten, was uns dann die nette Dame aber nicht kostenpflichtig angerechnet hat, da hatten wir mal wieder Glück gehabt und das mit dem Aschecken in Prag konnten wir auch klären, was wollten wir also mehr. Einen großen Hacken hatte die Schneeaktion aber dann doch denn unser Flugzeug kam aus Toronto und sammelte in Montreal die restlichen Fluggäste noch auf und ja der Hacken Startverzögerung in Toronto. Das hieß schon mal eine Stunde Verspätung
und Warten, wait, attendre lieber Fluggast.
Wir ließen uns davon erst einmal nicht beirren und passierten die Sicherheitskontrolle ohne das wir irgend etwas zurücklassen mussten. Dann begaben wir uns zu unserem Gate, zuvor erst noch schnell was gegessen und durch den duty-free laden gebummelt. Dann die tolle oder doch nicht so tolle Überraschung die Abflugzeit verschob sich noch einmal um eine halbe Stunde.
Wenig später mussten wir das Gate wechseln.... wenn ich mich richtig erinnere haben wir in den dreieinhalb Stunden Verspätung dreimal das Gate gewechselt, aber zum Glück gab es noch viele andere denen es genau so ging. Dann meldete sich endlich einen Stimme,
es war inzwischen 23.30 Uhr, das wir uns doch bereit machen können. In einem kabinenähnlichen Bus wurden wir dann zum Flugzeug gefahren, der Manager der Airline erklärte dann auch den Grund der langen Warterei. Eisregen, vereiste Startbahnen und weitere Witterungsprobleme machten den Start in Toronto einfach nicht möglich, dafür hatten dann die Flughafen Räumdienst in Montreal gute Arbeit geleistet und das Flugzeug konnte mit fast vierstündiger Verspätung Richtung Europa starten.
So haben wir an unserem letzten Tag in Kanada so richtig viel erlebt und auch noch mal so einen richtigen Schneesturm mitbekommen. Übermüdet aber satt bin ich dann aus dem Flugzeug gestiegen, mit all den Gepäckstücken, ohne Verluste man weiß ja nie bei den Tschechen
, wurden wir dann von Stefans Eltern empfangen. Zu Hause erwarteten mich dann zwei Schneemänner mit einer deutschen und einer kanadischen Fahne,
zur Völkerverständigung eben und so habe ich auch ganz schnell den Weg zurück gefunden.
Und jetzt ist die freie Zeit auch fast schon woeder rum und der Studierstreß geht wieder los, aber ein klein wenig freue ich michauch schon wieder auf unsere ganzen Profs und Dozenten und natürlich
meine lieben Kommilitonen
dann genießt mal die letzten freien Tage.....Karen
da michi ja so einen schoenen Kommentar zum Eisland Canada hinterlassen hat, will ich doch gleich einmal etwas zur Situation Eis schreiben
Da Stefan seit Weihnachten seine neuen Schlittschuh auf moeglichst jeder Eisflaeche ausprobieren will, haben wir natuerlich die Gelegenheit genutzt und sind mit einem Kollegen vom CCRS in die Eishalle der Carleton Universitaet gegangen. Wie sich dann heraus stellte, waren die Schlittschuh aber nicht geschliffen, was auch die kleinen Problemchen auf dem Natureis erklaert.
.
Deshalb haben wir das Wochenende genutzt um die Schlittschuhkuven auf Hochglanz zu bringen. Was meines Achtens auch sehr gut gemacht wurde, am Montag hiess es dann Schlittschuh an und ab auf das Eis. In der Halle bei angenehmen Temperaturen hat das auch richtig Spass gemacht. Denn im Freien bliess ein eisigkalter Wind, der die gefuehlte Temperatur auf -25 Grad drueckte.
In den letzten paar Minuten auf dem Eis musste ich natuerlich noch einmal die Haerte des Eises testen und ob bei einem Sturtz nicht vielleicht doch blaue Flecke entstehen. Welch Wunder hatte ich nur ein paar Schmerzen und keine Bluterguesse.
Gestern haben wir die Arbeit ein wenig eher als normal verlassen um die super guten Konditionen des Kanals und des Dows Lakes auszunutzen. Wir waren echt erstaunt wie glatt doch auch das Natureis sein kann und fast keine Spalten und Blasen.
Denn unsere ersten Versuche auf dem Kanal vor 2 Wochen hatten einfach nur die schlechtsten Bedingungen in unserem Gedaechtnis hinterlassen. Dazu kam noch ein kleines Lueftchen, das gleich noch ein bischen mehr Schwung gab. Stefan hat sogar einen Laeufer ueberholt
. Er war ganz erstaunt, wie er ploetzlich an ihm vorbei gesaust ist.
Wenn es sich mal wieder anbietet werden wir dann wohl des oefteren auf der laengsten Eisbahn der Welt unterwegs sein.
Zur Zeit erinnert aber das Wetter eher an England oder gleich Europa?! Bei 1 Grad plus und Dauerregen seit gestern Abend, schmilzt der Schnee so langsam dahin
und das Wasser verwandelt die Strassen und Fusswege einfach nur in Eisbahnen. Da die Oberflaechentemperatur noch zu niedrig ist. Der Weg auf Arbeit ist doppelt so lang und auf die Wege sind nun auch schon die Grossen Seen aus dem Sueden uebergewechselt. Wenn es dann wieder kaelter werden soll, am Ende der Woche, koennen wir dann wahrscheinlich mit den Schlittschuhen auf Arbeit fahren.
dieser kleine Eintrag aus dem verregneten Canada stammt mal wieder von Karen
ACHTUNG endlich mal ein neuer Eintragaus dem eiskalten Kanada, zur Zeit sitze ich noch bei warmen 20°C in meinem Zimmer, im freien sind heute 40 K weniger. Also schnell nachgerechnet -20°C und anfühlen soll es sichh wie -30°C
na da kann keiner mehr mithalten oder?
so und nun endlich die Weihnachts- und Silvestererlebnisse.
Die letzte Woche vor Weihnachten gestaltete sich dann auch sehr ruhig, wenig Arbeit und ganz viele Christmas Partys, Schlittschuh laufen und Schnee schippen.
Am 23. Dezember war ab Mittag fast keiner mehr im CCRS anzutreffen und alle wünschten uns schon mal ein gesundes neues Jahr, denn an die Feiertage werden gleich noch drei Tage Urlaub gehängt und dann ist auch schon neues Jahr. Was zu den Feiertagen hier in Kanada noch zu erwähnen ist, wäre das, wenn ein Feiertag auf einen Tag im Wochenende fällt dann wird der in der Woche nachgefeiert. Das heißt also wir hatten den 24 weil Samstag, den 25 weil Sonntag und Feiertag, den 26 Boxing Day und den 27 nachgefeierter Feiertag frei.
Ganz schön komplizierter Satz, aber die Reglung mit den Feiertagen sollte in Deutschland auch eingeführt werden, die Kanadier haben dafür aber nicht soviele Urlaubstage wie die Deutschen. Ich glaube gerade mal 15 Tage plus 6 Krankheitstage, die freien Tage sind schon gerechtfertigt und wir haben davon profietiert.
Der Weihnachtsabend hat ein wenig stressig wie in Deutschland ja auch immer begonnen, letzte Einkäufe….und dann ging es nach Ottawa zum Krippenspiel in die deutsche Gemeinde. Zuvor konnte ich aber erst noch den Weihnachtsmann in St.Egidien und das Rascheln des Geschenkpapieres über das Telefon mitbekommen. Die Kirche zum Krippenspiel war brechend voll, fast schon wie zu Hause und die Kinder konnten es gar nicht erwarten endlich nach Hause zu kommen, um den festlich geschmückten Weihnachtsbaum zu sehen und die Geschenke in Empfang zu nehmen.
Auf die Geschenke sollte ich verzichten und einen Weihnachtsbaum auch. Denn die Pakete aus der Heimat sind nun einen Monat danach immer noch nicht da. Ich denke die Post hat viel Freude an den tollen Sachen die da drin sind.
Besonders komisch war, dass mich nach dem Krippenspiel immer noch ein fast blauer Himmel anstrahlte und noch keine Dunkelheit zu sehen war, aber eine halbe Stunde später in Chelsea umhüllte mich dann die Nacht und im Schnee habe ich dann mit Stefan einen wunderschönen Weihnachtsschneemann gebaut. Er ist der erste und wohl auch letzte für unseren Kanadaaufenthalt, denn die Witterungsbedingungen vor Weihnachten hatten einen zu kalten Schnee zur Folge (einfach gesagt Pulverschnee). Der Regen über Weihnachten schuf dann aber die besten Bedingungen für nassen Schnee und nach einer halben Stunde Bauzeit war er fertig. Mit Kerze und Weihnachtsmütze geschmückt war er dann bereit für das Fotoshoting. Zur Kerze kann ich nur sagen, die hat die ganze Nacht hindurch gebrannt und unseren Garten in ein weihnachtliches Licht getaucht.
Am ersten Weihnachtsfeiertag gab es erstmal ein gemütliches Frühstück mit Blick auf den das Haus umringenden Wald. Durch die vielen Glasfenster in Thierrys Haus fühlte ich mich schon fast wie in der freien Natur, nur die Wärme ließ mich daran zweifeln.
Denn ganzen Tag im Haus zubringen ist auch nicht das richtige deshalb haben wir uns dann noch für einen Spaziergang mit Caroli im Gatineau Park entschieden. Mit warmen Tee und Plätzchen haben wir sogar noch das Kaffeetrinken am verschneiten Lake Meech verbracht.
Den Boxing Day haben wir mit einem Einkaufsbummel ausgestaltet. Dazu gibt es viel zu berichten, aber erst einmal zu den Einkäufen. Stefan wollte Schlittschuh kaufen, also haben wir uns auf dem Weg zu einem Einkaufszentrum gemacht. Ich wusste schon dass dieser Tag von vielen Kanadiern genutzt wird um einkaufen zu gehen. Aber so viele Menschen habe ich wirklich nicht erwartet, die standen sogar Schlange um in die Geschäfte hineinzukommen. Die Geschäfte waren teilweise ganz verschlossen und durch einen Securityboy wurden dann kontrolliert die Einkaufbegeisterten in den Laden gelassen. Auf dem Weg zum Shoppingcenter haben wir noch unsere Lebensmittel aufgestockt und an der Kasse stellte ich fest, das mein Portemonnaie nicht dort war wo es sein sollte.
Also vermutete ich dass es wohl noch bei Thierry liegen müsste, bezahlt hat dann erst einmal Stefan. Nach dem erfolgreichen Einkauf mit Schlittschuhen und noch ein paar kleinen Dingen, ging ich dann gleich auf die Suche nach meinem verschwundenen Portemonnaie. Aber nachdem ich Thierrys Haus nach allen möglichen Werstecken abgesucht hatte, war immer noch keine Spur davon. Das hieß noch einmal genau überlegen was wohl damit passiert sein könnte. Ein Dieb kann es nicht gewesen sein, denn soweit ich mich erinnerte hat mich niemand angestoßen und FOOD BASICS war fast menschenleer die waren wahrscheinlich alle ihre Weihnachtsgeschenke umtauschen. So kam mir dann in denn Sinn, dass ich das Ding doch kurz vor der Kasse noch in der Hand hatte und dann beim Bezahlen war es plötzlich weg. Also die einzige Möglichkeit ob es wirklich noch irgendwo an der Kasse herum liegen könnte, war zurück nach Ottawa fahren und nachfragen. Auf der Fahrt machte ich mir schon einmal ein paar Gedanken,
was alles zusperren und neu zu beantragen wäre. Denn Ausweis, Führerschein Kredit- und Geldkarte im Ausland verlieren, macht schon einige Probleme. Ganz zerstreut und unsicher bin ich dann aus dem Auto gestiegen, noch einmal den Markt abgelaufen ob es vielleicht nicht doch irgendwo herum liegt, aber keine Spur. Die einzige Chance war jetzt nur noch die Kasse und eine kurze Frage ob vielleicht ein grünes Portemonnaie gefunden worden sei, ließ meine Augen aufleuchten. Zwei Sekunden hatte ich es wieder in meiner Hand. Seit diesem Ereignis sind alle nicht so wichtigen aus meinem Portemonnaie verbannt und ich bewahre es lieber gleich in meiner Jacke auf. An diesem Tag habe ich gleich noch einmal Weihnachten erlebt und mir selbst das schönste Geschenk gemacht und mir ganz viel Stress erspart.
Die Tage bis Silvester haben wir mit Touren in die nähere Umgebung von Chelsea in Richtung Norden gefüllt. Nach einer langen Schneewanderung bei super schönem Sonnenschein entlang einer Eisenbahnstrecke hatten wir dann endlich auch mal ein Problem mit Thierrys Auto. Während unserer zwei stündigen Wanderung, auch auf dem zugefroren Gatineau River, hatten wir genug Möglichkeiten für schöne Fotomotive,
aber auch die Autobatterie hatte genug Zeit sich zu entladen. Da das Standlicht noch an war wollte der Motor einfach nicht mehr starten.
Alle Versuche blieben ohne Erfolg, die Eisenbahnstrecke geht aber auch nicht gerade durch ein sehr bewohntes Gebiet und die Straße lag auch fünf Minuten Fußweg entfernt von unserem Parkplatz. So machte sich Stefan dann auf um Hilfe zu holen und wie durch ein Wunder kam dann auch ein Ehepaar angefahren, das die Beschaffenheit der Eisenbahnstrecke zum Langlauf testen wollte. Mit ihrer Hilfe und der des Autoexperten, den wir dann noch holen mussten, sprang dann der Mazda nach einer Stunde warten endlich an. Ich war in zwischen ganz durchgefroren und Caroli hat es sich, zu Hause angekommen auch nur noch, vor dem Kamin gemütlich gemacht.
Anderer Tag und neuer Versuch mit dem Auto, diesmal aber mit der Absicht ohne fremde Starthilfe wieder zu Hause anzukommen. Zwecks der noch angenehmen Temperaturen ließen wir uns das „Ski wachsen“ von einem sehr netten Nachbar zeigen und mit den Brettern und Caroli ging es dann noch einmal zur Eisenbahnstrecke zum Langlauf. Bis zum Sonnenuntergang haben schon ein paar Kilometer geschafft, was aber auf einer geraden Strecke ohne Anstiege kein Problem war. Am Freitag haben wir uns dann noch in den Ort mit der Endstation der Eisenbahnstrecke begeben. In Wakefield einem wirklich sehr schönen Ort kam ich mir wie in einem alten Film vor. Die Häuser nur entlang des Flusses gebaut und in vielen bunten Farben hinterließen bei mir ein sehr schönes Bild vom Einklang von Natur und Kultur.
In einem Geschäft für indianische Kunst haben wir dann über eine halbe Stunde einiges zur Geschichte von Wakefield und den Indianern gehört. Dass wir Ausländer sind hat Nathalie sofort an unserer Sprache gehört und wie der Zufall es wollte lebt ihr Bruder seit ein paar Jahren in Halle. Mit vielen neuen Erkenntnissen und einem kleinen Geschenk haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Nathalie hat uns noch mit einer Karte von Wakefield ausgestattet, wie sich das für Kartographen Gehört haben wir diese natürlich ganz genau angeschaut
und bei der Suche viel mir doch eine Straße auf die mit Karen bezeichnet war.
Bevor wir also zurück nach Chelsea gefahren sind, mussten wir erst noch diese Straße finden und auf einem Foto festhalten. Wieder in Thierrys Haus dauerte es dann auch gar nicht mehr lange, bis Thierry braungebrannt zurückkam.
Nach dem Abendessen stellte sich dann heraus, dass er keine Lust mehr hatte uns nach Ottawa zu fahren und so konnten wir uns darauf einigen sein Auto noch über das Wochenende behalten zu können. Was uns natürlich ganz gelegen kam denn mit Auto ist man doch unabhängiger und kann anhalten wo man will.
So nutzten wir die Chance und fuhren ein Stück im Tal des Mississippi entlang, war aber leider nicht so groß wie der in den States. Mit ein paar Zwischenstopps in den angrenzenden größeren Städten neigten sich der Tag und damit auch das Jahr langsam dem Ende entgegen. Auf kilometerlangen geraden Straßen muss man sich schon ganz schön konzentrieren, dass man nicht einschläft.
New years eve waren wir dann bei Enrique, dem anderen Arbeitskollegen, eingeladen. Nach vielen Fotos anschauen, knurrte mein Magen schon ganz schön und wartete langsam auf den angekündigten Truthahn. Dessen Duft dann aber auch ganz schnell in meine Nase stieg, beim Essen verging die Zeit ganz schön schnell und so hatten wir gerade noch genug Zeit den deutschen Sekt aus dem Kühlschrank zu nehmen und ein wenig temperieren zu lassen. Bis es dann hieß 9 8 7 6 5 4 3 2 1 happy new year.
Da es für mich Tradition ist das neue Jahr nun im Freien zu beginnen, ging es dann ganz schnell nach draußen mit dickem Schal, Handschuhen und Mütze, denn -18°C war schon ganz schön kalt. Das Sektglas hat natürlich auch nicht gefehlt, was aber fehlte waren die Raketen. Im freien begegneten mir ein paar Jugendliche, die aber keinen Ton sich gaben. So begann mein Jahr 2006 ganz in Stille. Aber ein paar Raketen aus Deutschland habe ich doch über die Telefonleitung gehört und so zog sich der Jahreswechsel über sechs Stunden hin auch nicht schlecht, das hat man nicht jedes Jahr.
Der Regen vor dem Jahreswechsel hatte alle Wege und vor allem die in den abgelegenen Gebieten in einzige Eisbahnen verwandelt. Wir wollte aber einen Ausflug in den Grünen Gürtel von Ottawa machen und ließen uns von diesem Problem erst einmal nicht beeindrucken, bis ich dann das erste Mal auf den Knien lag. Mit vorsichtigen Schritten haben wir dann aber die Runde durch das Mer Bleu, ein Torfmoor von internationaler Bedeutung. Mitten in dem Moor zwischen ein paar vereinzelten Birken kam ich mit vor wie in Herr der Ringe(die Rückkehr des Königs).
Den letzten Tag mit dem Auto nutzten wir um den Rideau River/Kanal ein Stück entlang zu fahren. Das Ziel und der Höhepunkt dieses Tages war die Schokoladenfabrik in Smith Falls. In Hershey Chocolate hatten wir die Möglichkeit von einer Aussichtsetage auf die Maschinen zuschauen, leider wurde da noch nicht viel gefertigt da der erste Januar am Monatag natürlich, als Feiertag noch, nachgefeiert werden muss
, das hieß wir mussten uns mit ein paar Filmen begnügen. Bei der weiteren Besichtigung des Ortes statteten wir noch dem Rideau Canal Museum, Heritage House Museum und dem Smiths Falls Railway Museum einen Besuch ab,
(bei einem Blick durchs Gitter haben wir aber doch noch etwas gesehen) die wir leider alle nur von außen gesehen haben. Die beginnen ihren Betrieb erst im Frühling oder Mitte Januar, wir waren eben einfach zu früh da gewesen, aber wir haben trotzdem viel gesehen.
Unsere Ferien endeten dann mit einer Stunde Schlittschuh laufen auf einem der zahlreichen Skating Rinks. Da hat man die Möglichkeit seine Schuhe im Warmen zu wechseln und dann kann es losgehen mit dem skaten und alles kostenlos.
So nun hat uns die Arbeit wieder eingeholt und wir können das schöne Sonnenscheinwetter nur aus dem Bürofenster genießen, der nächste Eintrag folgt, genauso wie die Fotos.
Eine schöne Woche euch allen da draußen in der weiten Welt.
Karen
Na dann will ich mal wieder was von uns hören lassen, der letzte Eintrag liegt wieder mal ein Weile zurück. Nicht das ihr euch langweilt wenn ihr immer wieder die gleichen Bilder und Texte durchlesen müsst.
Seit letzten Donnerstag haben wir ja nun das Quartier, eben unser mini-kleines Apartment gegen das geräumige Haus von Thierry ausgetauscht. Bei der großen Zimmerauswahl konnten wir uns gleichmal gar nicht einigen wer wohin ziehen soll. (Schlafe
ich lieber im Wohnzimmer auf dem Sofa oder im Gästezimmer oder eben im Schlafzimmer, dabei ist aber zu beachten, dass da das Bett mit Caroli, der Hündin zu teilen ist).
Als Thierry dann das Haus mit all seinem Gepäck verlassen hatte, konnte der ´Urlaub´ also beginnen. Mitten im Wald der Blick auf die Bäumchen und den Schnee einfach traumhaft
und die Ruhe , genau so habe ich mir Kanada vorgesellt. Aber es sollte noch besser kommen.
Dem Wetterbericht zufolge sollte in der Nacht von Donnerstag zu Freitag soviel Schnee fallen wie hier im Dezember noch nie gefallen ist, was dann auch geschah.
Die kleinen Flocken die da vom Himmel fielen, sahen nicht so aus als könnten die 38 cm Neuschnee bringen. Ein Blick aus der Haustür überzeugte mich dann aber von der Höhe. Selbst Caroli wusste nicht wie sie am besten in den Schnee hinaus kommt. Das bedeutet also Jacke, Mütze, Handschuhe
und was sonst noch so alles nötig ist, um trocken zu bleiben, anziehen und hinaus in den Schnee. Begleitet von weiteren Schneefocken konnte Stefan sich nun endlich mal am snowblower ausprobieren
, was aber nicht heißt, dass ich nur dumm herumgestanden habe. Nein ich habe mich auch betätigt, mit Schneeschippe und Fotoapparat.
Nach einer Stunde schwerem Schuften hatten wir die Einfahrt dann endlich frei
. Im Radio rieten sie allen die nicht unbedingt auf Arbeit müssen doch zu Hause zu bleiben, um ein Verkehrschaos zu vermeiden, da haben wir natürlich gleich mal mit die Straßen geschont und sind in Chelsea geblieben. -Eigentlich liegt ja Thierry’s Haus nur in der Gemeinde Chelsea aber im Viertel Tenaga, nur wegen der Ordnung und weil Stefan das doch im Blog noch einmal richtig gestellt haben wollte.
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Am vierten Adventswochenende –
Mensch ist die Zeit schon wieder schnell vergangen – haben wir dann zwei ausgiebige Spaziergänge in die verschneiten Wälder Kanadas gemacht.
Einen im Skigebiet Camp Fortune, indem wir ja schon immer Herbst vorbei geschaut haben. Mit Schnee sieht das natuerlich viel besser aus. Da Caroli so gerne mit Stoecken spielt, mussten wir ab und zu mal einen Abstecher in den Tiefschnee machen um was zum Spielen zu suchen. Aber seht selbst bei den Fotos....
Nach einer Stunde hoerte der Weg dann ploetzlich auf ein weiterkommen ohne Skier war hier einfach unmoeglich also entschieden wir uns wieder umzukehren. Die andere Tour fuehrte dann mal in den Wald, in Thierry’s Garage haben wir Sneeschuhe gefunden. Gut ausgeruestet konnte somit die Tour beginnen, sehr lustig ist die Technik mit diesen Dingern. Durch die breiteren Fuesse ist das Vorankommen nicht ganz so einfach., das Laufen hinter Stefan hat bei mir deshalb auch immer wieder Lacher verursacht , es war einfach sehr lustig
anzuschauen wie er einen Fuss vor den anderen setzend durch den Schnee gestapft ist. Wegen der vielen Lachpausen sind wir nicht ganz so schnell vorangekommen, das war aber auch gut, denn die schoene Natur kann man nur so geniessen.
Wieder im Haus angekommen, musste gleich mal wieder der Kamin als Waermequelle herhalten, denn die Temperaturen sind doch schon ganz schoen niedrig, so -15 Gard am Morgen und am Tag geht es selten ueber Null.
Er eignet sich aber auch sehr gut zum Marshmallows braten. Ich werde mal schauen ob ich auch einen Christmas stocking darana befestigen kann, auch wenn der Weihnachtsmann nichts hinter laesst, soll es doch wenigstens weihnachtlich aussehen.
So dann wuensche ich allen die das Lesen ein froehliches Weihnachtsfest mit der Familie oder eben mit all den Lieben mit denen ihr zusammenfeiert. Esst nicht soviel, sonst platzt ihr noch und dann hat keiner mehr was von euch.
Bye, Bye Karen
---------HAPPY CHRISTMAS ------------ JOYEUX NOËL-----------------
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Als ich gestern bei minus 14 Grad eine Stunde durch die Stadt gelaufen bin, habe ich dann doch etwas gefroren
(und das soll schon was heissen!). Ich habe mir mal die Muehe gemacht und auf dem Radarsat-Bild Ottawa eingezeichnet (ist der Punkt unten im Bild) und einen Punkt, der die gleiche Breite hat wie Trondheim... sie liegen ca. 2100 km entfernt. Von den Temperaturen her scheint aber kein grosser Unterschied zu herrschen.
Gruesse an die beiden Trondheimer!